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Ostereier und andere Ungetüme |
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Ostereier und andere Ungetüme: Orientierungsritt auf dem Paulshof
Es war ein kühler, regnerischer Morgen, aber der Termin stand fest und wir freuten uns alle darauf, einen tollen Tag miteinander zu verbringen. Für 10:00 Uhr waren wir auf dem Reiterhof verabredet. Wir, dass sind vier Isländer, ein Traber, zwei Warmblüter, ein Lewitzer und ein Shetty. Also eine bunt gemischte Truppe.
Als erstes gab es den Wegeplan, mit den eingezeichneten Stationen, die wir auf unserem Rundkurs bewerkstelligen mussten. Als nächstes wurden per Los die Gruppen eingeteilt. Es gingen dreimal zwei und einmal drei Reiter auf den Kurs.
Jetzt kamen die genauen Erläuterungen, wofür es Sonderpunkte gab, bzw. worauf zu achten ist. Es stieg die Spannung, denn keiner wollte sich blamieren und für die Sieger sollte es ja auch einen Preis geben. Also wünschten wir uns alle viel Glück und freuten uns auf das, was da kommen sollte.
Die erste Prüfung war gleich auf dem Reiterhof, der Reitplatz war von den fleißigen Helfern in einen Gelassenheitsparcours umgebaut. Hat sich das viele Üben gelohnt!? Na ja, es ging ja nicht um Medaillen, aber stolz ist man schon, wenn alles von seinem Pferd gut gemacht wurde.
Noch mal dem vierbeinigen Partner ins Ohr geflüstert, und dann todesmutig durch die Hindernisse. Regenschirm, Plane, der furchtbare große Ball und ein Becher gefüllt mit Wasser warteten schon auf uns. Jedem war die Erleichterung und Freude anzusehen, wenn die Aufgaben gut über die Runden gebracht wurden. Gemütlich ging es dann im Schritt zur nächsten Übung. Jetzt waren die Reiter gefragt:
die Pferde durften pausieren. Es wurden Begriffe gesucht, aus dem Pferdesport bzw. alles was mit Pferden zu tun haben könnte.
Die Schwierigkeit war nicht das erraten, sondern wir mussten die Begriffe, auf dem Pferd sitzend, in einen PC eingeben werden. Die Schnelligkeit ergab dann die Punktezahl. Auf dem Weg zur nächsten Station wurde dann schon spekuliert was nun kommen würde. Es waren schon Andeutungen gemacht worden. Diese Strecke war etwas länger und das Tempo wurde erhöht. Auch nutzten einige Paare die Chance ihr Punktekonto zu erhöhen, in dem sie die Pferde tauschten. Mit mehr oder weniger Erfolg. Ja ja, nun zeigte sich wie gut man reiten bzw. auf einem Pferd sitzen kann. Es war ein Erlebnis. Nicht das es mal ein anderes Pferd war. Nein, es hatte auch noch Gänge mit denen man überhaupt nicht rechnet. Das eigene Pferd kennt man doch einfach besser.
Bei der dritten Station war wieder das Zusammenspiel zwischen Pferd und Reiter gefragt. Es war eine Überraschung, im wahrsten Sinne des Wortes. Es hieß, auf dem Pferd ein Ü-Ei auspacken und den Inhalt zusammenbauen. Die Schokolade durfte zur Stärkung aufgegessen werden. Da wir ja als Teams auch Punkte sammelten, wurde diese Aufgabe auch geteilt. Nicht das der eine zusammenbaut und der andere isst, nein. Einer baute und der andere durfte sein Ü-Ei auf einem Löffel im Schritt reitend um seinen Partner herumbalancieren. Wir hatten alle viel Spaß dabei.
Das Wetter war immer noch nicht besser, aber das machte uns in der Zwischenzeit nichts mehr aus.
Nach einem kurzen und schnellem Ritt war auch schon die Station Nummer vier in Sicht. Großes Staunen bei allen von uns, ein Auto am Wegrand mit einem merkwürdigen Aufbau auf dem Dach, für die Marke sehr unüblich. Beim näher kommen war dann alles klar. Es waren lehre Metalldosen, die übereinander gestapelt waren, so wie auf dem Rummel beim Büchsen werfen. Na das kann ja was werden.
Stress für Pferd und dann für den Reiter.
Ok, also alles auf eine Karte, vom Pferd aus oder absitzen. Wegen der Punkte auf dem Pferd geblieben. Der erste Wurf muss sitzen, denn nachdem die Büchsen durch die Gegend scheppern gibt es bestimmt keinen ruhigen zweiten Wurf. So das war geschafft, schlimmer kann’s nicht mehr kommen und außerdem wollte ich schon immer mal mit einem Tennisball auf einen Mercedes werfen. Auf dem weiteren Weg beruhigten sich Reiter und Pferd wieder. Die donnernden Ungeheuer waren erst einmal bezwungen.
Station fünf, war wieder für die Reiter, die Pferde hatten richtig Pause. Nun mussten die grauen Zellen arbeiten. 44 Fragen rund ums Pferd, alle Rassen, Fragen zur Fütterung, Geschichte des Pferdes etc. . Na ja, es gibt immer Dinge die man nicht weiß. Nun hatten wir alles geschafft, so dachten wir.
Wieder auf dem Hof angekommen, erwartete uns die letzte Aufgabe. Ein wahrer Kraftakt. Riesengroße lange Nägel in einen Baumstamm schlagen, mit einem Hammer den wir kaum anheben konnten. Jeder hatte eine andere Technik, aber die Nägel hatten bei uns keine Chance: sie wurden alle versenkt. Jetzt die Pferde versorgen und dann uns selbst. Die Kaffeetafel war schon eingedeckt und bei der ersten Tasse wurden die Erlebnisse der einzelnen Gruppen ausgetauscht. Da gab es eine Menge zu lachen.
Die „Organisatoren“ werteten zwischenzeitlich die erkämpften Punkte aus. Mit großer Spannung wurde dann die „Siegerehrung“ erwartet. Die Freude war bei allen sehr groß. Zwei Isis auf dem „Treppchen“, na da waren wir aber stolz.
Gabi mit Melkorka war die Spitzenreiterin im wahrsten Sinne des Wortes. Der zweite Platz ging an Rositha mit Höttur, und dicht gefolgt auf dem Dritten Dorit mit Leuchtstrahl. Möhren für das Pferd und Sekt für den Reiter, gab es für die Sieger unter tosendem Applaus der Mitstreiter. In gemütlicher Runde ließen wir den erlebnisreichen Tag ausklingen. Gern erinnern wir uns daran und freuen uns auf das nächste Mal.
An dieser Stelle möchten wir uns, für die Organisation bei der Familie Bähr bedanken.
Rositha Burczyk
10.04.2004
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