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Am 15. und 16. Mai fand auf der Festwiese am Gewerbepark in Bruchmühle das 1. Offene Ritterturnier in Brandenburg statt. Veranstalter war der Märkische Ritterbund, wobei der Ritter Dietrich von Roggenfeld im wirklichen Leben den Landwirtschaftsbetrieb und Haflingerhof in Fredersdorf führt (siehe in der Rubrik ”Pferdehöfe” auf dieser website).
Dieses Turnier war keine reine Show, sondern ein wirklicher Wettkampf mit Ausschreibung sowie Wertungen für die Ausrüstungsgegenstände und die einzelnen Disziplinen. Dazu gehörte zum Beispiel das Ringe stechen. Dies war damals eine wichtige Vorübung der Ritter, um vom galoppierenden Pferd aus mit der Lanze die verwundbaren, d.h. die Panzerung durchdringbaren Stellen des Gegners (z.B. die Visierklappe) zu treffen. Weitere Disziplinen waren das Hälse schlagen, Sau stechen, Feindeskopf stechen und Rolandreiten.
Der Gesamtsieg (gewertet wurden beide Tage) ging an den Ausrichter des Turniers Dietrich von Roggenfeld. Obwohl er mit einem Ersatzpferd starten musste - sein Turnierpferd ”Seppel” ging 3 Tage vor dem Turnier lahm und hat sich bis heute nicht erholt - siegte er mit 3 Punkten Vorsprung vor seiner Frau Katharina von Roggenfeld. Alle bunt geschmückten und schwerkalibrigen Pferde, darunter einige Debütanten in diesem Metier, meisterten ihre Aufgaben gut.
Neben dem eigentlichen Turnier herrschte reges Treiben mit zahlreichen Buden, Schaustellern und Ponyreiten auf dem Mittelaltermarkt. Es gab Schwertkämpfe, Bogenschießen, Feuerschlucker und vieles mehr zu bestaunen und bei einem Met-Bräu fühlte man sich dann vollends in das 13 Jahrhundert versetzt.