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Auch in diesem Jahr fand für Turniereinsteiger wieder eine Serie von mehren Fahrprüfungen der Kat. C in Landesverband Berlin-Brandenburg statt. Ziel war es, Pferde und Fahrer, die bislang nur in ihrer Freizeit Kutsche gefahren sind, an den Turniersport heranzuführen.

In sechs Qualifikationen konnten die Teilnehmenden ihr fahrerisches Können zeigen. Die drei besten Turniere wurden gewertet. Jedes Turnier bestand aus drei Teilprüfungen. Für jede Teilprüfung wurde eine Wertnote zwischen 0 (nicht ausgeführt) und 10 gegeben. Aus der Addition dieser Noten wurde der Sieger ermittelt.

Zunächst musste eine Dressuraufgabe gefahren werden. Hierbei kam es neben der korrekten Linienführung des Pferdes vor allem auf die richtige Leinen- und Peitschenhaltung des Fahrers oder der Fahrerin an, noch so wie es Benno von Achenbach im letzten Jahrhundert gelehrt hat. Daran schloss sich eine Geländefahrt an. An deren Ende drei feste Geländehindernisse gemeistert werden mussten. Hierbei wurden die Kondition des Pferdes ebenso wie dessen Gehorsam überprüft. Es kam in den Hindernissen nicht auf Schnelligkeit an, sondern es wurde auch hier der Stil der Fahrt mit einer Note bewertet.

An erster Stelle stand hier die Gesundheit der Pferde, so dass auch immer ein Tierarzt vor Ort war. Dieser prüfte nach der Geländestrecke die Pferde und konnte jederzeit ein Pferd aus dem Wettbewerb nehmen, wenn es den Anforderungen nicht gewachsen war.

Die letzte Teilprüfung bestand aus dem Hindernisparcour oder dem sog. Hütchenfahren. Hierbei musste die Kutsche durch die Pylonen gelenkt werden. Auf den Pylonen lagen Bälle. Die Kunst des Fahrens lag darin, keinen der Bälle herunter zu werfen und das, obwohl der Abstand zwischen den Hütchen nur 50 cm breiter als die Kutsche war. Auch hier ging es nicht in erster Linie um die gefahrene Zeit, sondern um den korrekten Stil und eine flüssige Fahrt. Das Pferd musste hierbei sehr sensibel auf die Hilfen des Fahrers reagieren, weil es manchmal ganz schön eng werden konnte.

Insgesamt waren 23 Gespanne unterwegs. Es siegte Christin Kessel aus Neubehren. Über den zweiten Platz konnte sich ein Gespann der Gastgeber, gelenkt von Kerstin Dallmann mit ihrem Sozius Dirk Reno, freuen. Marion Rother aus Brieselang kam auf Platz drei.

Auf Grund des großen Erfolges soll dieses Brandenburger Pilotprojekt nun auch in anderen Bundesländern übernommen werden.